Schönhagen und ALBATROSS schließen sich zusammen, um die Zukunft der nachhaltigen regionalen Luftfahrt zu gestalten

Schönhagen, Deutschland, 29. September 2025 – In einem wichtigen Schritt zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung regionaler Flughäfen haben der Forschungsflugplatz Otto Lilienthal (Flugplatz Schönhagen) und der Luftfahrtinfrastrukturanbieter ALBATROSS offiziell eine Partnerschaft zur gemeinsamen Entwicklung eines zukunftsorientierten Energie- und Mobilitätsökosystems an einem der bedeutendsten deutschen Flugplätze der Allgemeinen Luftfahrt bekannt gegeben. Die Zusammenarbeit baut auf mehr als einem Jahr strategischen und technischen Austauschs auf und mündet in einer gemeinsamen Verpflichtung, Schönhagen auf die sich wandelnden Anforderungen einer nachhaltigen regionalen Luftfahrt vorzubereiten.

Die Luftfahrtbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Elektrische Flugzeuge, Wasserstoffantriebe, unbemannte Luftfahrzeuge und neue Mobilitätskonzepte bewegen sich rasch von der Entwicklung zur Markteinführung. Der Flugplatz Schönhagen, unweit von Berlin gelegen, positioniert sich als aktiver Wegbereiter dieser Transformation. Mit einem klaren Verständnis für die damit verbundenen Herausforderungen betont Geschäftsführer Klaus-Jürgen Schwahn, dass regionale Flugplätze jetzt handeln müssen. Wer dies tut, unterstützt nicht nur Innovationen, sondern sichert auch die eigene Relevanz in einer sich grundlegend verändernden Landschaft.

Die Zusammenarbeit zwischen Schönhagen und ALBATROSS nahm im Laufe des Jahres 2024 Gestalt an. Nach einer Präsentation vor der Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit der Interessengemeinschaft der Regionalen Flugplätze (IDRF), zu der ALBATROSS eingeladen worden war, um sein Konzept für Energie-, Mobilitäts- und Logistik-Hubs vorzustellen, führten intensive technische und kommerzielle Gespräche im September 2024 zur Unterzeichnung einer Vereinbarung. Schönhagen wurde damit der erste Flugplatz, der der Partnerschaft offiziell beitrat, und setzte so einen Präzedenzfall für andere. Bei der IDRF-Mitgliederversammlung im November 2024 wurde ALBATROSS einstimmig in den Verband aufgenommen – ein starkes Signal des Vertrauens seitens der Branche. Dies markierte den Ausgangspunkt eines wachsenden Netzwerks regionaler Flugplätze, die gemeinsam mit ALBATROSS an einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Luftfahrtinfrastruktur arbeiten.

„Nahezu jeder Flugplatz wird heute mit Angeboten überhäuft, seine Freiflächen und Dächer für die Photovoltaikerzeugung zu verpachten. Diese Angebote bereiten die Flugplätze jedoch nicht auf die luftfahrtspezifischen Energieanforderungen der Zukunft vor, und ihr wirtschaftlicher Wert ist vernachlässigbar. Wenn die Luftfahrt- und Mobilitätskonzepte der Zukunft erfolgreich sein sollen, ist es unerlässlich, dass die notwendige regionale Flugplatzinfrastruktur erhalten bleibt und mit diesen Konzepten wirtschaftlich betrieben werden kann. Dies liegt im Interesse aller Beteiligten, nicht nur der Flugplatzbetreiber.“

— Dr.-Ing. Klaus-Jürgen Schwahn, Geschäftsführer, Flugplatzgesellschaft Schönhagen mbH

Das Projekt in Schönhagen wird in mehreren Stufen entwickelt. Die erste Phase konzentriert sich auf die Integration von Photovoltaikanlagen auf den Dächern bestehender Gebäude, ergänzt durch Batteriespeicher sowohl für den Eigenverbrauch als auch für den Stromhandel. Zudem wird land- und luftseitige Ladeinfrastruktur installiert, um das Laden von Privat- und Nutzfahrzeugen zu ermöglichen.

Die zweite Stufe der Partnerschaft knüpft an einen lang erwarteten Meilenstein für den Flugplatz an: die Erschließung eines neu genehmigten 50.000 Quadratmeter großen Geländes mit direktem Zugang zur Start- und Landebahn. Dieses strategisch günstig gelegene Areal, das vom Flugplatz bereits seit mehreren Jahren geplant wird, bewegt sich nun in Richtung Realisierung. Das aktuelle Konzept sieht bis zu zehn Gebäude vor, die jeweils nach neuesten Bauvorschriften mit Fokus auf einen verbesserten ökologischen Fußabdruck errichtet werden. Fünfzig Prozent jeder Dachfläche werden mit Photovoltaikmodulen ausgestattet. Die verbleibenden 50 Prozent werden begrünt, um sowohl Energieerzeugung als auch ökologisches Gleichgewicht zu gewährleisten.

Diese Flächen bieten luftfahrtnahen Unternehmen eine langfristige und sichere Möglichkeit, Teil eines bereits florierenden Innovationsökosystems in Schönhagen zu werden. Der Flugplatz bietet ein solides Fundament mit bereits vorhandenen wesentlichen Vorteilen: Grenzabfertigung, IFR-Verfahren (Instrumentenflugregeln) gewährleisten Betriebszuverlässigkeit bei allen Wetterbedingungen, etablierte Sicherheitsfreigabeprotokolle ermöglichen einen effizienten und regelkonformen Zugang, und die Nähe zu Berlin bietet direkte Anbindung an eine der wichtigsten Metropolregionen Europas. Aufbauend auf dieser starken Basis konzentrieren sich ALBATROSS und seine Partner auf die integrierte, zukunftsfähige Entwicklung der Energieinfrastruktur des Standorts – von der Systemintegration und intelligenten Energieflüssen bis hin zur Ermöglichung der Luftfahrt- und Mobilitätskonzepte von morgen.

„Diese Zusammenarbeit spiegelt ein gemeinsames Verständnis wider, dass die Zukunftssicherung der regionalen Luftfahrt mehr erfordert als isolierte Infrastrukturverbesserungen. Energiesysteme, Mobilitätslösungen und Flugplatzbetrieb müssen in einem integrierten, langfristigen Rahmen entwickelt werden. Schönhagen hat dies frühzeitig erkannt und setzt nun einen Maßstab dafür, wie sich regionale Flugplätze zu intelligenten, nachhaltigen und wirtschaftlich tragfähigen Knotenpunkten in der Mobilitätslandschaft der nächsten Generation entwickeln können.“

— Andreas Kupke, Mitgründer und Geschäftsführer von ALBATROSS

Schönhagen veranschaulicht die Vorteile eines ganzheitlichen Entwicklungsansatzes und macht den Flugplatz damit äußerst attraktiv für Industriepartner. Durch die gleichzeitige Berücksichtigung von Stromerzeugung, Speicherung und Ladeinfrastruktur dient das Projekt als praxisnahe Demonstration, wie künftige Flugplätze geplant und umgesetzt werden müssen. Niedrige Energiekosten, gute Anbindung und effiziente Zugangslogistik tragen zu seiner langfristigen wirtschaftlichen Tragfähigkeit bei.

Über den Flugplatz Schönhagen

Der Flugplatz Schönhagen, der heute offiziell den Namen Forschungsflugplatz Otto Lilienthal trägt, zählt zu den bedeutendsten Flugplätzen der Allgemeinen Luftfahrt in Deutschland. Unweit von Berlin gelegen, dient er als wichtiger Knotenpunkt für Geschäfts-, Privat- und Berufsluftfahrt. Mit seinem langjährigen Engagement für Innovation arbeitet der Flugplatz seit 2006 mit Institutionen wie der TH Wildau, Fraunhofer FOKUS und der Deutschen Telekom zusammen, um wegweisende Luft- und Raumfahrtforschung zu unterstützen. Als Standort von 45 luftfahrtnahen Unternehmen baut Schönhagen seine Rolle als Zentrum für Luftfahrtindustrie und -forschung mit einem neu genehmigten 50.000 Quadratmeter großen Entwicklungsgelände mit direktem Zugang zur Start- und Landebahn weiter aus. Als regionaler Wirtschaftsmotor und wichtiger Entlastungsflugplatz für den BER gestaltet Schönhagen die Zukunft einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Luftfahrt im Herzen Europas.

Über ALBATROSS

ALBATROSS entwickelt, finanziert und betreibt integrierte Infrastrukturen für Energie, Mobilität und Logistik in Partnerschaft mit Regionalflughäfen. Durch die Kombination von erneuerbaren Energielösungen, Elektrifizierungsstrategien und Logistikinnovationen ermöglicht ALBATROSS es Flughäfen, vitale Wirtschaftsmotoren zu bleiben und sich gleichzeitig auf die Zukunft nachhaltiger Luftfahrt vorzubereiten. Mit Büros in Hamburg und München erweitert ALBATROSS sein Partnernetzwerk kontinuierlich in Deutschland und Europa.

Für Medienanfragen oder Interviewwünsche wenden Sie sich bitte an:

Dr.-Ing. Klaus-Jürgen Schwahn
Email: drschwahn@edaz.de
Telefon: +49 (0) 33731 305 0
Website: www.flugplatz-schoenhagen.aero

Marius Wedemeyer
Email: mw@albatross-holding.com
Telefon: +49 (0) 172 3071039
Website: www.albatross-holding.com

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