E-Flugstrecke Bayern: Ein Ladenetzwerk im Verbund

Wenn über die Dekarbonisierung der Luftfahrt gesprochen wird, stehen meist kommerzielle Airlines, Sustainable Aviation Fuels und wasserstoffbetriebene Großflugzeuge im Mittelpunkt. Diese Perspektive ist nachvollziehbar, da der größte Teil der Emissionen im Linienverkehr entsteht. Während diese Technologien noch vor langen Entwicklungs- und Zertifizierungszyklen sowie erheblichen Infrastrukturinvestitionen stehen, ist elektrische Luftfahrt in der Allgemeinen Luftfahrt bereits heute möglich.

Allgemeine Luftfahrt als Technologieträger

Je nach Segment der Luftfahrt ergeben sich deutlich unterschiedliche technologische Pfade zur Emissionsreduktion. In der kommerziellen Luftfahrt erzwingen Reichweitenanforderungen und Nutzlasten weiterhin den Einsatz flüssiger Energieträger. Entsprechend konzentrieren sich die Pfade auf Sustainable Aviation Fuels (SAF) und Wasserstoff, verbunden mit Zertifizierungszeiträumen von zehn bis fünfzehn Jahren sowie Infrastrukturinvestitionen im Milliardenbereich. Regional Air Mobility und Business Aviation eröffnen dagegen frühere Übergangsmöglichkeiten. Projekte wie der vollelektrische Neunsitzer von Vaeridion mit rund 400 Kilometern Reichweite ab 2030 [1] oder der hybrid elektrische ES 30 von Heart Aerospace [2] mit geplantem Markteintritt 2028 zeigen das technische Potenzial dieser Segmente.

In Luftfahrtzyklen ist das quasi morgen. Entsprechend rückt die Frage der operativen Umsetzung zunehmend in den Vordergrund. Für einen wirtschaftlich tragfähigen Betrieb elektrischer Regionalflugzeuge sind schnelle Turnarounds entscheidend. Diese lassen sich nur mit leistungsfähiger Ladeinfrastruktur realisieren, die Leistungen im Megawattbereich bereitstellt und zuverlässig in den Flugbetrieb integriert ist.

Die Allgemeine Luftfahrt ist strukturell anders positioniert. Mit typischerweise kurzen Flugzeiten von etwa 30 bis 90 Minuten, vereinfachten Zulassungsverfahren wie der DULV Musterzulassung (anstelle langwieriger EASA Part 23) und vergleichsweise geringen Anforderungen an die Energieinfrastruktur bietet sie ideale Voraussetzungen für den frühen Einsatz elektrischer Antriebe. Die Allgemeine Luftfahrt fungiert damit als natürlicher Technologieträger für neue Antriebssysteme.

Die Bayerische Staatsregierung hat sich in ihrer Luftfahrtstrategie 2030 zum Ziel gesetzt, Kompetenzen in der Luftfahrtindustrie zu erhalten und auszubauen, insbesondere für Zukunftsthemen wie (hybrid-)elektrisches Fliegen. Dieser Ansatz wird in dem Strategiepapier klar auf den Punkt gebracht [4]:

“Der Weg zu einem Einsatz im kommerziellen Flugverkehr führt allerdings über die Entwicklung von Technologieträgern für kleine bemannte und unbemannte Fluggeräte mit geringeren Leistungsanforderungen.”
Bayerische Luftfahrtstrategie 2030

Das Henne-Ei-Problems der elektrischen Luftfahrt

Wenngleich die Allgemeine Luftfahrt günstige Voraussetzungen für den Einsatz elektrischer Antriebe bietet, ist der elektrische Flugbetrieb bislang weiterhin mit deutlichen Einschränkungen verbunden. Das derzeit einzige in Europa nach EASA zugelassene Elektroflugzeug, die Pipistrel Velis Electro (siehe unten), gilt zwar als technologischer Vorreiter, ist jedoch durch eine stark begrenzte Reichweite und Flugzeit limitiert. In der praktischen Anwendung beschränken sich elektrische Flüge daher bislang überwiegend auf Platzrunden und kurze Schulungsflüge. Zusätzlich ist die für einen regulären Flugbetrieb notwendige Ladeinfrastruktur bislang nur an wenigen Flugplätzen verfügbar.

Diese Ausgangslage ist Ausdruck eines klassischen Henne Ei Problems. Flugschulen und Betreiber investieren erst dann in elektrische Luftfahrzeuge, wenn Ladeinfrastruktur in ausreichender Zahl und geografischer Verteilung vorhanden ist. Umgekehrt wird Ladeinfrastruktur meist erst dann errichtet, wenn eine verlässliche Nachfrage durch elektrisch betriebene Flugzeuge besteht. Ohne koordinierte Maßnahmen bleibt der elektrische Flugbetrieb damit auf einzelne Standorte und lokale Pilotprojekte beschränkt.

Das Gemeinschaftsprojekt “E-Flugstrecke Bayern”

Die E-Flugstrecke Bayern setzt gezielt an diesem Punkt an. Sie ist als Gemeinschaftsprojekt der regionalen Verkehrslandeplätze Hof-Plauen, Straubing-Wallmühle, Augsburg, Landshut, Kempten-Durach sowie des Freistaats Bayern konzipiert. Ziel ist der koordinierte Aus und Aufbau von Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Luftfahrzeuge an mehreren Flugplätzen innerhalb eines räumlich zusammenhängenden Verbunds. Die beteiligten Standorte liegen so, dass sie mit elektrischen Flugzeugen innerhalb von maximal etwa einer Stunde Flugzeit erreichbar sind. Auf diese Weise entsteht erstmals ein regionales Ladenetzwerk, das elektrischen Flugbetrieb über den einzelnen Flugplatz hinaus ermöglicht [5].

Die Projektidee entstand aus der praktischen Erfahrung einzelner Flugplätze. Bereits 2023 leistete der Flugplatz Kempten Durach Pionierarbeit im Bereich Ladeinfrastruktur. Auf der AERO 2024 wurde daraus die Vision eines koordinierten Ladenetzwerks innerhalb eines Flugplatzverbunds weiterentwickelt. Ziel ist es, einen sichtbaren Impuls für die Luftfahrtbranche, für Vereine und für die Politik zu setzen und den Übergang vom Demonstrationsbetrieb hin zu einem vernetzten operativen Einsatz zu ermöglichen [6].

Von Beginn an wurde das Projekt politisch begleitet. Die Initialvorstellung erfolgte Ende 2024 am Flugplatz Straubing im Beisein des Bayerischen Verkehrsministers Christian Bernreiter [8]. In der Folge wurden regionale Abgeordnete eingebunden, das notwendige Budget definiert und weitere Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern sowie Gesellschaftern der Flugplätze geführt. Das Projekt wird mit einer Gesamtförderung von 1,09 Millionen Euro unterstützt [3].

Initialvorstellung der e-Flugstrecke am Flugplatz Straubing-Wallmühle: Vertreter aus Luftfahrt und Politik tauschen sich zur bayerischen E-Flugstrecke aus [8].

Ein zentrales Ziel der E-Flugstrecke Bayern ist die Definition eines einheitlichen Standards für Ladeinfrastruktur an Flugplätzen der Allgemeinen Luftfahrt. Vorgesehen sind stationäre Ladepunkte mit mehreren Stromanschlüssen, darunter 16 Ampere und 32 Ampere CEE Anschlüsse, Schuko Steckdosen sowie Wallboxen mit 22 Kilowatt Leistung. Ergänzend sollen Schnellladesäulen mit bis zu 150 Kilowatt Leistung und zwei CCS Ladepunkten installiert werdenn [3]. Je nach Standort sind zudem mobile Ladelösungen, Photovoltaikanlagen, eine Erhöhung der Netzanschlussleistung sowie Anpassungen der Verkabelung vorgesehen [5].

Der Projektstatus zeigt deutliche Fortschritte. Für die Flugplätze Augsburg, Landshut und Straubing lag bereits die Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn vor. Die offizielle Übergabe der Förderbescheide erfolgte am 18. Dezember 2025 am Airport Augsburg im Beisein des Bayerischen Verkehrsministers. Der Start der baulichen und technischen Umsetzung ist für das Jahr 2026 vorgesehen [5].

Übergabe des Förderbescheids am 18.12.2025 durch den Bayrischen Verkehrsminister Christian Bernreiter am Flughafen Augsburg [16]

„Elektroflugzeuge sind klimaschonend und auch geräuscharm. Mit der passenden Ladeinfrastruktur geben wir dem elektrischen Fliegen weiteren Rückenwind. Gleichzeitig stärken wir damit gezielt unsere regionalen Verkehrslandeplätze und machen sie fit für die Mobilität von morgen”
– Verkehrsminister Christian Bernreiter [16]

Mit der E-Flugstrecke Bayern entsteht damit erstmals eine koordinierte, geografisch verteilte Infrastruktur für elektrischen Flugbetrieb in der Allgemeinen Luftfahrt. Durch den Verbundansatz wird das bestehende Henne-Ei-Problem gezielt adressiert und eine Grundlage geschaffen, auf der weitere elektrische Luftfahrzeuge wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden können.

Pionierarbeit der elektrischen Allgemeine Luftfahrt

Die Pipistrel Velis Electro markiert einen Meilenstein in der Entwicklung der elektrischen Luftfahrt. Sie ist das weltweit erste vollständig elektrisch betriebene Flugzeug mit EASA Musterzulassung, erteilt im Juni 2020, und wird seitdem im regulären Flugbetrieb eingesetzt. Damit verließ elektrische Luftfahrt erstmals den experimentellen Rahmen und wurde Teil des zertifizierten Luftverkehrs. Seit der Markteinführung wurden weltweit mehr als einhundert Exemplare ausgeliefert. Das hundertste Flugzeug wurde im März 2024 am Flughafen Mannheim ausgeliefert [10].

Pipistrel Velis Electro, erstes vollständig elektrisches Flugzeug mit EASA-Zulassung [7]

In der praktischen Nutzung zeigen sich jedoch klare Einschränkungen. Flugzeit und Reichweite der Velis Electro sind stark begrenzt, sodass sich der Einsatz bislang überwiegend auf Platzrunden und kurze Schulungsflüge beschränkt. Dennoch hat das Muster eine wichtige Referenzfunktion. Insbesondere die deutlich geringere Lärmemission im Vergleich zu konventionellen Schulflugzeugen stellt einen wesentlichen Vorteil dar. Dies konnte auch das Team von ALBATROSS bei Rundflügen im Mai 2025 unmittelbar erleben, bei denen die niedrige Geräuschkulisse selbst am Boden deutlich wahrnehmbar war [15].

Von links nach rechts: Marius Wedemeyer (Geschäftsführer – ALBATROSS Holding GmbH) und Peter Müller (Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen) bei Rundflügen des Team ALBATROSS auf im Rahmen der IDRF-Tagung mit Mai 2025 am Flughafen Mönchengladbach

Die Velis Electro steht damit exemplarisch für die erste Phase der elektrischen Allgemeinen Luftfahrt. Sie belegt die grundsätzliche technische und regulatorische Machbarkeit, macht aber zugleich deutlich, dass Reichweite, Ladeinfrastruktur und Einsatzflexibilität die zentralen Engpässe für eine breitere Nutzung bleiben.

Die Bayerische Antwort auf das Reichweitenproblem

Einen weitergehenden Ansatz verfolgt das bayerische Unternehmen Elektra Solar. Die Entwicklungslinie reicht zurück bis ins Jahr 2015, als die Elektra One Solar als erstes solar elektrisches Flugzeug die Alpen in beide Richtungen überquerte und damit international Aufmerksamkeit erlangte. Dieser Flug unterstrich früh die technologische Kompetenz Bayerns im Bereich elektrischer Luftfahrt.

Die Elektra Trainer ist eine modifizierte Version der Elektra One, fliegt seit 2011 und ist in der deutschen Ultraleichtflugzeugklasse zertifiziert [13].

Auf dieser Grundlage entstand der Elektra Trainer. Im Jahr 2023 erhielt er als erstes rein elektrisch betriebenes zweisitziges Ultraleichtflugzeug eine Einzelzulassung durch den DULV und das Bundesministerium für Digitales und Verkehr [11]. Im Jahr 2024 folgte die Musterzulassung, womit der reguläre Serienbetrieb ermöglicht wurde [12].

Von links nach rechts: Maximilian Hartwig (Geschäftsführer – Augsburger Flughafen GmbH), Mareike Müller-Ladner (Founder’s Associate – ALBATROSS Holding GmbH), Dr. Stefan Breunig (Geschäftsführer – ALBATROSS Holding GmbH), Uwe Nortmann (Testpilot, Ingenieur und Verkaufsleiter – ELEKTRA SOLAR GmbH) bei Rundflügen des Team ALBATROSS auf Flughafen Augsburg

Mit einer Flugzeit von bis zu 2,5 Stunden und einer Reichweite von rund 300 Kilometern erweitert der Elektra Trainer das Einsatzspektrum elektrischer Flugzeuge deutlich über das heutige Niveau hinaus. Zwei Elektromotoren liefern eine Spitzenleistung von bis zu 70 Kilowatt. Die Energie wird aus einer 30 Kilowattstunden Batterie gespeist, optional sind 36 Kilowattstunden verfügbar. Das Laden erfolgt über eine 22 Kilowatt Wallbox mit Type 2 Anschluss und ist damit mit gängiger Ladeinfrastruktur aus dem Automobilbereich kompatibel. Der Geräuschpegel liegt unter 50 Dezibel A und entspricht damit etwa moderatem Regen [13].

Technische Weiterentwicklungen unterstreichen den Reifegrad des Musters. Winglets reduzieren den Energiebedarf um bis zu 20 Prozent durch verbesserte Aerodynamik. Die Auslegung erlaubt zudem die Nutzung von Thermik ähnlich wie bei Segelflugzeugen. Die konsequente Type 2 Kompatibilität ermöglicht das Laden an einer Vielzahl bestehender Ladepunkte [14].

Mit dem Elektra Trainer liefert Elektra Solar ein Flugzeug, das nicht nur elektrisch betrieben wird, sondern auch operativ mit konventionellen Schul und Trainingsflugzeugen konkurrieren kann. Damit adressiert das Muster gezielt die Reichweiten und Einsatzbeschränkungen und zeigt, wie elektrische Allgemeine Luftfahrt über den reinen Demonstrationsbetrieb hinauswachsen kann.

Holistische Entwicklung in ein Energie-, Mobilitäts- und Logistik-Hub

Der Aufbau von Ladeinfrastruktur für Elektroflugzeuge ist mehr als die Summe technischer Einzelprojekte. Er bietet die Chance einer umfassenden Transformation regionaler Flugplätze hin zu multifunktionalen Energie, Mobilitäts und Logistikplattformen. In diesem Verständnis entwickelt, finanziert und betreibt ALBATROSS als strategischer Partner integrierte Energieinfrastruktur und unterstützt Flugplätze bei der Einführung neuer Mobilitäts und Logistikkonzepte.

„Am Flughafen Hof-Plauen verfolgen wir eine langfristige Vision, das volle wirtschaftliche Potenzial für die Region zu erschließen. Wir haben das Potenzial über alle Luftfahrtsektoren hinweg, eine neue Infrastruktur für die Zukunft aufzubauen, die nicht nur von Flughäfen oder Fluggesellschaften benötigt wird. Ein Flughafen könnte jetzt eine wirtschaftliche Plattform für jeden und für jeden Geschäftsfall sein. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir mit unseren Partnerflughäfen (Straubing, Landshut, Augsburg & Kempten) erkannt, dass wir dies nur gemeinsam schaffen können. Wir wollen einen neuen Ladeinfrastrukturstandard für die Luftfahrt und das erste Luftfahrt-Ladenetzwerk in Bayern mit unserem Pilotprojekt „E-Flugstrecke Bayern” aufbauen. ALBATROSS unterstützt uns sehr eng bei der Planung des Projekts und bei der Integration in die weitere Microgrid-Infrastruktur. Das Konzept von ALBATROSS ist jedoch langfristiger angelegt und sein Umfang breiter. Innerhalb unseres Plans, den Flughafen in einen Energie-, Mobilitäts- und Logistik-Hub zu transformieren, kann der Umfang der Bayerischen E-Flugstrecke perfekt als Teil des Flughafen-Masterplans eingebettet werden.”
 – Ralf Kaußler, Geschäftsführer der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co. KG

Der Ansatz von ALBATROSS basiert auf der Kopplung lokal erzeugter Energie mit neuen Anwendungsfällen. Großflächige Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher bilden die Grundlage für eine stabile Energieversorgung vor Ort. Diese wird mit Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, bodengebundene Mobilität und elektrische Luftfahrzeuge verknüpft. Auf dieser Basis entstehen regional vernetzte Flugplätze, die nicht nur Luftfahrt ermöglichen, sondern als wirtschaftliche Plattformen für unterschiedliche Geschäftsmodelle fungieren.

Ziel ist der Aufbau eines nachhaltigen Luftfahrt Streckennetzwerks, in dem regionale Flugplätze europaweit das Rückgrat für elektrische Regional Air Mobility bilden. Harmonisierte technische und operative Standards ermöglichen Skalierung über einzelne Standorte hinaus und schaffen Planungssicherheit für Betreiber, Hersteller und Infrastrukturinvestoren.

Dieser ganzheitliche Ansatz ist auch aus wirtschaftlicher Sicht bedeutsam. Ladeinfrastruktur für Elektroflugzeuge auf regionalen Flugplätzen kann durch die Integration von Energieerzeugung, Energiespeicherung, Bodenmobilität und Logistik zu wirtschaftlich tragfähigen Erlösquellen beitragen. Gleichzeitig wird eine infrastrukturelle Grundlage geschaffen, die zukünftige Anforderungen der elektrischen und hybriden Luftfahrt flexibel aufnehmen kann.

ALBATROSS versteht sich dabei als langfristiger Entwicklungspartner der Flugplätze. Die E-Flugstrecke Bayern fügt sich als konkretes Pilotprojekt nahtlos in übergeordnete Flughafen-Masterpläne ein, die eine schrittweise Transformation zu Energie, Mobilitäts und Logistik Hubs verfolgen.

Die enge Einbindung in die Branche spiegelt sich auch institutionell wider. Wie auch die fünf genannten bayerischen Flugplätze ist ALBATROSS aktives Mitglied der Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF), einem Verband mit mehr als siebzig regionalen Flugplätzen und Unternehmen aus Deutschland und Europa. Im November 2025 kündigte auch Herrn Christian Bernreiter, bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, deren IDRF-Mitgliedschaft an.

Eine ganzheitliche Blaupause für ganz Deutschland

In der Gesamtschau zeigt sich, dass Bayern mit der Kombination aus elektrischer Allgemeiner Luftfahrt, koordinierter Ladeinfrastruktur und politischer Unterstützung eine belastbare Blaupause für den Einstieg in elektrische Luftfahrt entwickelt hat. Entscheidend ist dabei nicht allein die Förderung einzelner Flugzeuge oder Ladepunkte, sondern die Einbettung der Infrastruktur in eine ganzheitliche Entwicklung regionaler Flugplätze. Durch die Verbindung von technischer Erprobung, operativ nutzbarer Infrastruktur und strategischer Flughafenentwicklung entsteht ein skalierbarer Ansatz, der über Bayern hinaus übertragbar ist.

Entsprechend wächst auch in anderen Bundesländern das Interesse, vergleichbare Netzwerke für elektrische Luftfahrt aufzubauen. ALBATROSS begleitet und unterstützt diese Initiativen gerne als strategischer Partner, um die gewonnenen Erfahrungen zu übertragen, weiterzuentwickeln und den Aufbau regionaler Lade und Energienetzwerke für die Allgemeine Luftfahrt bundesweit voranzubringen.

Quellen

[1] Vaeridion Whitepaper – https://vaeridion.com/wp-content/uploads/2025/03/Electric_flight_Isnt_Just_An_Idea_White_Paper.pdf

[2] Heart Aerospace Whitepaper – https://heartaerospace.com/wp-content/uploads/2024/05/heart-digital-brochure.pdf

[3] Airport Hof-Plauen – Umwelt & Klimaschutz – https://www.airport-hof.de/unternehmen/umwelt-klimaschutz

[4] Bayerische Luftfahrtstrategie 2030 – https://www.stmwi.bayern.de/fileadmin/user_upload/stmwi/publikationen/pdf/2024-05-06_Bayerisch_Luftfahrtstrategie_2030_ungesichert.pdf

[5] Vortrag von Ralf Kaußler, Florian Kindzorra, Maximilian Hartwig und Konstantin Hadrossek auf der IDRF-Veranstaltung “Zukunftswerkstatt” am 12.11.2025 in Berlin

[6] 2. Elektroflugtag in Kempten-Durach – https://www.idrf.de/2-elektroflugtag-in-kempten-durach/

[7] Pipistrel Velis Electro, Airjuice Photography – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pipistrel_Velis_Electro_9992.jpg

[8] Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr: LinkedIn-Post, 2. Dezember 2024 – https://www.linkedin.com/posts/wirbauenbayern_flugverkehr-flughafen-elektroflug-activity-7269041704580636673-BsdD

[9] Zukunftswerkstatt IDRF Tagung 12.11.2025 – https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7396147740952408064

[10] Pipistrel Aircraft: 100. Velis Electro ausgeliefert – https://www.fliegermagazin.de/news/pipistrel-aircraft-100-velis-electro-ausgeliefert-reichweite-elektromotor/#google_vignette

[11] Elektra Trainer erhält Ultraleicht-Zulassung – https://www.elektra-solar.com/elektra-trainer-erhalt-ultraleicht-zulassung/

[12] Elektra Trainer erhält Musterzulassung – https://www.fliegermagazin.de/news/elektra-trainer-erhaelt-musterzulassung/

[13] Elektra Trainer – https://www.elektra-solar.com/products/elektra-trainer-solar/

[14] Die neue Version der Elektra Trainer auf der AERO 2024 – https://www.fliegermagazin.de/news/die-neue-version-der-elektra-trainer-auf-der-aero-2024/

[15] Mitgliedertagung der Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. – https://www.linkedin.com/posts/dr-stefan-breunig-75653764_regionalflughäfen-und-flugplätze-spielen-activity-7328701962256838657-sG_4/?utm_source=social_share_send&utm_medium=member_desktop_web&rcm=ACoAAEHsrxoBSW0kHNBZy_Qhq3hjOehBGDHKFXM

[16] Übergabe des Förderbescheids am 18.12.2025 durch den bayrischen Verkehrsminister Christian Bernreiter am Flughafen Augsburg – https://www.linkedin.com/posts/wirbauenbayern_elektroflug-nachhaltigemobilitaeut-luftfahrtderzukunft-activity-7407390508597006336-ZHnI?utm_source=social_share_send&utm_medium=member_desktop_web&rcm=ACoAAEHsrxoBSW0kHNBZy_Qhq3hjOehBGDHKFXM

Share the Post:

Related Posts